about Wedding Traditions

Die Lücke
Jede Hochzeit leiht von den Toten.
Der Schleier deiner Großmutter. Der Trinkspruch deines Großvaters. Der Reis, die Ringe, etwas Blaues. Nichts davon hat mit dir angefangen. Alles davon bedeutet etwas.
Aber versuch herauszufinden, was. Versuch, einen einzigen Brauch zu seinem Ursprung zurückzuverfolgen und über seine Grenzen hinweg. Du wirst Bruchstücke finden, verstreut über wissenschaftliche Aufsätze, Reiseblogs, halb erinnerte Familiengeschichten und Behördenarchive in Sprachen, die du nicht liest.
Das ist die Lücke, die diese Seite füllen will.
Was wir sind
Ein Nachschlagewerk. Siebenhundertdreiundsiebzig Seiten, die die Hochzeitsbräuche von mehr als zweihundert Ländern dokumentieren, über zwölf Glaubensrichtungen hinweg, in zweiundzwanzig Sprachen. Frei zu lesen, frei zu teilen.
Wie wir arbeiten
Die Inhalte hier schöpfen aus ethnografischer Feldforschung, kulturellen Institutionen, veröffentlichten wissenschaftlichen Arbeiten und Mitwirkenden aus der Gemeinschaft, die die Traditionen, die sie beschreiben, aus eigener Erfahrung kennen. Wir behandeln einen Reiswerf-Brauch in South Carolina mit derselben Ernsthaftigkeit wie eine Teezeremonie in Fujian. Jede Tradition gehört jemandem. Wir versuchen, entsprechend mit ihr umzugehen.
Die Seite ist in zweiundzwanzig Sprachen verfügbar, nicht weil Übersetzen einfach wäre, sondern weil eine peruanische Hochzeit es verdient, auf Spanisch gelesen zu werden, und eine japanische auf Japanisch. Die Arbeit dauert an. Sie wird wahrscheinlich immer andauern.
Was wir nicht sind
Wir sind keine Hochzeitsplaner. Wir verkaufen keine Einladungen, keine Tischdekorationen, keine Geschenkregistrierungen. Hier gibt es nichts zu kaufen. Wir sind eine Bibliothek. Ein stiller, gut beleuchteter Raum, in dem die Hochzeitsbräuche der Welt im selben Regal stehen, jedem sein Platz gegeben, jedem sein Gewicht.
Zur Vollständigkeit
Zweihundert Länder sind nicht jedes Land. Zwölf Glaubensrichtungen sind nicht jeder Glaube. Wir wissen, was fehlt, und wir schreiben noch. Wenn deine Tradition hier noch nicht vertreten ist, oder wenn wir ihre Geschichte unvollständig erzählt haben, würden wir gern von dir hören. Die Arbeit wird besser, wenn mehr Stimmen sie formen.
Das, was darunterliegt
Die hier verzeichneten Traditionen sind grundverschieden. Ein Maasai-Vater segnet seine Tochter mit den Worten: "Möge Gott dir Kinder schenken." Ein koreanisches Paar teilt Kastanien und Datteln. Eine irische Braut trägt ein Hufeisen für das Glück.
Und doch ist das, was unter jeder einzelnen von ihnen liegt, dasselbe. Zwei Menschen treten vor ihre Gemeinschaft und sagen: Das hier ist echt, das hier ist für immer, das hier zählt.
Das ist die Geschichte, die wir dokumentieren. Nicht die Version einer einzigen Kultur. Alle.
